mannschaft pokal
Kleiner Pokal, große Freude: Die Handballerinnen der SG Friedrichsfehn/Petersfehn nutzten den Heimvorteil beim Final-Four-Turnier und sicherten sich den Landespokal.

Wieder einmal war die starke Defensivarbeit der SG der Schlüssel zum Erfolg. Für die nötige Stimmung in der Halle sorgten vor allem die Fans des TSV Wietze.

Wie viel Freude auch ein kleiner Pokal bereiten kann, bewies Jens Schoof vom Handballverband Niedersachsen am Samstagabend in Petersfehn. Als er die Trophäe für den Sieger des Final-Four-Turniers an Nadia Janca, die Spielführerin der SG Friedrichsfehn/Petersfehn, überreichte, kannte die Freude bei den Ammerländer Oberliga-Handballerinnen keine Grenzen mehr.

Kurz zuvor hatten sich die Gastgeberinnen in beiden Partien des Endrundenturniers relativ deutlich durchgesetzt. „Was die Mannschaft heute gezeigt hat, war bärenstark. Egal, wie wir gewechselt haben, alle haben eine Topleistung abgerufen“, lobte SG-Trainer Tobias Plagemann seine Mannschaft: „Das waren heute zwei ganz starke Partien von uns. Jetzt haben sich die Mädchen erst einmal eine trainingsfreie Woche verdient.“

 

Wie schon im bisherigen Saisonverlauf in der Oberliga, in der die SG auf dem zweiten Platz steht, war auch im Final Four das Tempospiel der Schlüssel zum Erfolg. Weder die HSG Phönix im Halbfinale (25:15) noch der amtierende Titelträger, der Hannoversche SC, fand ein Mittel gegen die starke SG-Defensive, die mit Nour Al-Asmar und Bianca Bröckerhoff zudem zwei gut aufgelegte Torhüterinnen aufbieten konnte. „Unsere gute Abwehrleistung hat uns in beiden Spielen zum Sieg verholfen. Da hat bei uns die Teamleistung einfach gestimmt. Jeder wollte den Pokal unbedingt gewinnen“, erklärte Plagemann den Schlüssel zum Sieg.

Die Grundlage für den Pokalsieg legten die Ammerländerinnen mit einer starken Anfangsphase. Beide Teams leisteten sich zwar Fehler, doch vor allem der guten Defensive um eine stark aufgelegte Al-Asmar im Tor gelangen zahlreiche Ballgewinne, die die SG zu einer 6:0-Führung nutzte. Erst nach elf Minuten gelang den Gästen aus Hannover der erste Treffer. Bis zur Halbzeit hatte sich das Heimteam somit eine 12:5-Führung erspielt.

Im zweiten Durchgang versuchten es die Gäste ab der 25. Minute mit der siebten Feldspielerin statt der Torhüterin, kamen jedoch nicht näher heran. Zehn Minuten vor dem Ende führe die SG immer noch deutlich mit 18:11. Näher als beim 25:19 (38.) kam Hannover nicht mehr heran. So blieb der Pokal schließlich im Ammerland.

Dass der Samstag ein guter Tag für die Gastgeberinnen werden könnte, zeichnete sich bereits am Mittag gegen die HSG Phönix ab. Bereits in der 13. Minute traf Laura Lampe gegen den Oberliga-Kontrahenten zum 10:5. Als mit 14:7 die Seiten gewechselt wurden, war die Partie bereits vorentschieden. Im zweiten Durchgang konnten die Ammerländerinnen kräftig rotieren. Der 25:15-Sieg geriet aber nicht mehr in Gefahr.

Das andere Halbfinale entschied der Hannoversche SC aus der Oberliga gegen den Landesligisten aus Wietze mit 23:17 für sich. Das klassentiefste Team des Turniers fiel aber keineswegs ab. Der Landesligist hielt gut dagegen und verdiente sich spätestens im Spiel um Platz drei seinen Respekt. Unter den lautstarken Anfeuerungsrufen der großen TSV-Fangemeinde besiegte Wietze die HSG Phönix mit 21:12.

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